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Auswahl von Coaching-Ausbildungen

Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine pauschale Empfehlung für eine Coaching-Ausbildung zu geben. Wie sehr eine Ausbildung tauglich ist hängt nicht nur von der Ausbildung, sondern auch von individuellen Zielen, Vorkenntnissen, Fähigkeiten, Vorlieben und Rahmenbedingungen ab.
 
Die Ausbildungsübersicht kann lediglich beim Vergleichen helfen und ist daher als Hilfe bei der Entscheidungsfindung zu verstehen. Zur Endauswahl von Coaching-Ausbildungen sollten stets folgende Hinweise berücksichtigt werden: 
 
  Buchen Sie nicht die erstbeste Ausbildung, nur weil sie in der Nähe liegt oder günstig ist. Vergleichen Sie immer mehrere Angebote und Ausbilder.
 
  Hören Sie sich bei Bekannten, Freunden, Kollegen usw. um und orientieren Sie sich an deren Erfahrungen und Empfehlungen.
 
  Fragen Sie nach einem kostenlosen Vorgespräch und lassen Sie sich die Ausbildung erläutern. Fordern Sie schriftliche Konzepte und Angebote und analysieren Sie diese wie bei einer Bewerbung.
 
  Lassen Sie sich über die Qualifikation der Ausbilder informieren. Überprüfen Sie, welche Ausbildung(en) sie zum Coaching befähigen.
 
  Coaching-Ausbildungen haben verschiedene Schwerpunkte und Hintergründe. Dies sollte zu Ihren Absichten und Ihrem Hintergrund passend sein – oder dies zumindest sinnvoll ergänzen. Lassen Sie sich möglichst genau über die Inhalte, Methoden und deren Hintergründe aufklären. Gute Ausbildungseinrichtungen weisen auch auf andere Ausbildungsmöglichkeiten hin, wenn ihre Ausbildung nicht für ein spezifisches Anliegen geeignet ist.
 
  Geben Sie sich nicht mit allgemeinen Behauptungen und Worthülsen zufrieden ("Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten", "Aufbau sozialer Kompetenz", "Professioneller Umgang mit Problemen"). Verlangen Sie Fakten, z.B. wie lange die Ausbildung existiert, welche Referenzen genannt werden können, ob es eigene Veröffentlichungen gibt (Bücher, Fachartikel usw.). Lockangebote bauen oft auf den Effekt, "es werde schon was bringen" – ohne zu erklären, was dies konkret ist.
 
  Berücksichtigen Sie neben den reinen Ausbildungskosten auch die Nebenkosten (Fahrt-, Übernachtungs-, Verpflegungs-, Materialkosten, Tagespauschalen, Kosten für Lehr-Coachings und Supervision) und ggf. die Umsatzsteuer. Hier können nicht unwesentliche Summen zusammen kommen.
 
  Achten Sie auf den gesamten zeitlichen Umfang der Ausbildung und lassen Sie sich die Ausbildungsorte vorzugsweise schriftlich bestätigen. Bedenken Sie, dass Fehlplanungen teure Ausfallzeiten und weitere Kosten verursachen.
 
  Eine Coaching-Ausbildung ist keine Psychotherapie-Ausbildung. Schwerwiegende psychische Probleme und Abhängigkeitserkrankungen sind nicht das Tätigkeitsfeld eines Coachs oder einer entsprechenden Ausbildung, sondern bedürfen einer medizinischen und/oder psychotherapeutischen Behandlung. Entsprechend sollte der Schwerpunkt einer Coaching-Ausbildung stets den Bezug zum beruflichen Kontext wahren.
 
  Lassen Sie sich erklären, mit welchen Methoden in der Ausbildung selbst gearbeitet wird. Seriöse Coaching-Ausbilder arbeiten – wie ein Coach auch – prinzipiell transparent und fördern Bewusstsein und Verantwortung der Teilnehmer indem sie eben nicht manipulieren.
 Treten Sie Anbietern mit Skepsis entgegen, die mit überschwänglicher Begeisterung ihre Seminare und Ausbildungen anpreisen. Seriöse Anbieter zeigen selten ein "marktschreierisches" Verhalten oder prahlen mit Superlativen.
 
  Versuchen Sie Probeseminare o.ä. zu buchen, um die Ausbildungsleiter persönlich kennen zu lernen. Überdenken Sie die Ausbildung, wenn Sie keine gute Beziehung aufbauen können oder mögen. Achten Sie auf die Gesamterscheinung von Person, Unterlagen, Auftreten und Ausdruck. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl, wenn Sie Probleme mit der Ausbildungsleitung haben oder die Beziehung nicht stimmt.
 
  Es gibt Intensiv-Kurse, in denen Coaching-Wissen schnell und kompakt zu vermitteln versucht wird. In Einzelfällen mag dies möglich und sinnvoll sein. Dennoch ist es im Rahmen von Coaching-Ausbildungen eher unüblich, in einer größeren Ausbildungsgruppe mehrere Wochen am Stück zu verbringen. Eine derartige Vorgehensweise bietet nicht die Möglichkeit, erlerntes Wissen im eigenen handlungsrelevanten Umfeld zwischenzeitlich ausprobieren zu können.
 
  Akzeptieren Sie nicht, wenn man Ihnen in einer Ausbildung plötzlich persönliche Papiere, Uhr, Mobiltelefon usw. wegnehmen will. Derartige Methoden werden von seriösen Anbietern nicht eingesetzt, diese erwarten "schlimmstenfalls" (aber zurecht), das Mobiltelefon auszuschalten (und auch hier sind immer Ausnahmen möglich).
 
  Wenn Sie einem Anbieter nicht vertrauen, können Sie Informationen über unseriöse Angebote z.B. bei Verbraucherschutzzentralen, Industrie- und Handelskammern und den Sektenbeauftragten der Kirchen erhalten.
 
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Nützliche Links
 
  Diskussionsforum zu Coaching-Ausbildungen
 
  Hinweise: So erkennen Sie den falschen Coach
 
  Weitere Informationen: Handbuch Coaching.
Dort können Sie auch eine ausführliche Checkliste zur Auswahl eines passenden Coachs downloaden.
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